Überblick

Der BaPsy-DGPs — kurz erklärt

Was der Studieneignungstest für das Psychologie-Bachelorstudium ist, wie er aufgebaut ist und was dein Ergebnis bedeutet — verständlich zusammengefasst.

Wichtiger Hinweis — alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ist eine unabhängige, vereinfachte Zusammenfassung und steht in keiner Verbindung zur DGPs oder den offiziellen Veranstaltern des Tests. Inhalte, Fristen, Zeiten, Gewichtungen und teilnehmende Hochschulen können sich ändern und hier veraltet oder unvollständig sein.

Was ist der BaPsy-DGPs?

Der BaPsy-DGPs ist ein Studieneignungstest für alle, die ein Bachelorstudium in Psychologie anstreben. Die Teilnahme ist freiwillig: Sie ist keine Voraussetzung für eine Bewerbung, kann aber an vielen Hochschulen zusätzlich zur Abiturnote in die Auswahl einfließen und so die Chancen auf einen Studienplatz verbessern.

Der Test besteht ausschließlich aus Single-Choice-Aufgaben (genau eine richtige Antwort) und wird in Präsenz an festen Testorten geschrieben — eine Online-Teilnahme ist nicht vorgesehen. Geprüft wird in sechs Testteilen rund um Mathematik, schlussfolgerndes Denken und Psychologieverständnis.

Aufbau & Testteile

Der Test umfasst sechs Abschnitte mit jeweils eigener Bearbeitungszeit. Insgesamt sind das 122 Aufgaben in rund 156 Minuten (zzgl. Pausen und Anleitung):

TestteilAufgabenZeit
Mathematikkenntnisse2023 Min.
Schlussfolgerndes Denken — verbal2018 Min.
Schlussfolgerndes Denken — figural2025 Min.
Psychologieverständnis — deutsch2136 Min.
Schlussfolgerndes Denken — numerisch2018 Min.
Psychologieverständnis — englisch2136 Min.
Gesamt122156 Min.

Reihenfolge und Zeiten gemäß dem offiziellen Testaufbau — Stand ohne Gewähr.

Was wird geprüft?

  • Mathematikkenntnisse: Aufgaben aus Algebra, Analysis, analytischer Geometrie und Stochastik (u. a. Zufallsexperimente, Verteilungen, Kombinatorik) — etwa auf Abiturniveau. Zur Vorbereitung eignet sich gängige Abitur-Vorbereitungsliteratur.
  • Schlussfolgerndes Denken: wird in drei Spielarten erfasst — verbal (sprachlich formulierte Aussagen), numerisch (Zahlen- und Mengenbeziehungen) und figural (Muster und Figurenreihen).
  • Psychologieverständnis (deutsch): Es werden Sachtexte zu psychologischen Themen vorgelegt, teils ergänzt durch Abbildungen und Tabellen; dazu sind Verständnisfragen zu beantworten.
  • Psychologieverständnis (englisch): analog aufgebaut, die Texte sind jedoch auf Englisch.

Was bedeutet dein Ergebnis?

Das Ergebnis wird in zwei Kennwerten angegeben. Der Prozentrang sagt, wie viel Prozent der Teilnehmenden des jeweiligen Testjahrs gleich gut oder schlechter abgeschnitten haben — ein Prozentrang von 61 heißt also: dein Ergebnis ist mindestens so gut wie das von 61 % der Teilnehmenden.

Zusätzlich gibt es einen Standardwert, eine umgerechnete Punktzahl mit einem Mittelwert von 100 und einer Standardabweichung von 10. Welchen der beiden Werte eine Hochschule verwendet, legt sie selbst fest. Eine Einsicht in die eigenen Testunterlagen ist in der Regel nicht möglich.

Wie zählt der Test bei der Bewerbung?

An teilnehmenden Hochschulen wird die Abiturnote häufig mit dem Testergebnis zu einem Gesamtwert verrechnet — die Gewichtung legt jede Hochschule selbst fest (z. B. 60 % Abitur, 40 % Test). In den meisten Ordnungen werden beide Werte addiert. Dann gilt: Ein fehlendes oder sehr niedriges Testergebnis verschlechtert deine Ausgangslage nicht — du kannst durch den Test also vor allem gewinnen.

Eine Ausnahme ist denkbar, wenn eine Hochschule aus Abitur- und Testnote einen Mittelwert bildet; dann könnte ein schwaches Testergebnis eine starke Abiturnote abwerten. Da Ergebnisse nicht automatisch weitergeleitet werden, kannst du in solchen Fällen auf das Einreichen verzichten. Welche Regel gilt, steht in der jeweiligen Zulassungs- bzw. Auswahlsatzung — bitte dort nachsehen.

Gut zu wissen

  • Präsenz statt online: Der Test findet nur an festen Testorten statt; die Testsprache ist Deutsch.
  • Wiederholung: Eine erneute Teilnahme ist erst nach einer längeren Sperrfrist (rund zwei Jahre) möglich.
  • Gültigkeit: Das Zertifikat ist nach Empfehlung der DGPs mehrere Jahre gültig und an allen kooperierenden Hochschulen einsetzbar.
  • Termine: Künftig sind zwei Testtermine pro Jahr geplant (Herbst und Frühjahr). Konkrete Termine und Fristen bitte offiziell prüfen.
  • Hilfsmittel: Taschenrechner sind nicht erlaubt. Notizen sind nur im Mathematikteil auf ausgegebenem Papier gestattet; Armbanduhren sind verboten.

Teilnehmende Hochschulen

Inzwischen berücksichtigen über 40 Hochschulen in ganz Deutschland den BaPsy-DGPs als zusätzliches Auswahlkriterium für den Bachelor Psychologie, und es kommen laufend weitere hinzu. Mit einem Zertifikat kannst du dich — unabhängig vom Testort — an allen teilnehmenden Hochschulen bewerben.

Ob deine Wunschhochschule dabei ist und wie sie das Ergebnis gewichtet, ändert sich von Jahr zu Jahr. Die aktuelle, vollständige Liste und die Details findest du auf der offiziellen Seite.

Häufige Fragen

Wer kann am Test teilnehmen?+
Grundsätzlich alle, die eine (allgemeine, fachgebundene oder einschlägige) Hochschulzugangsberechtigung besitzen oder bald erwerben und sich für ein Psychologie-Bachelorstudium interessieren. Minderjährige brauchen am Testtag das Einverständnis einer gesetzlichen Vertretung. Für Sonderfälle (Bewerbung aus dem Ausland, Zweitstudium, Wartesemester) entscheidet die jeweilige Hochschule — dort nachfragen.
Kann ich mich durch ein schlechtes Ergebnis verschlechtern?+
In den meisten Verfahren werden Abitur- und Testnote addiert; dann wirkt ein sehr niedriges Ergebnis wie gar kein Ergebnis und kann nicht schaden. Nur bei einer Mittelwertbildung wäre eine Verschlechterung denkbar — in diesem Fall musst du das Zertifikat nicht einreichen. Maßgeblich ist die Zulassungsordnung der Hochschule.
Kann ich den Test wiederholen?+
Ja, allerdings erst nach einer Sperrfrist von rund zwei Jahren. Bleibst du einem Termin trotz Anmeldung einfach fern, gilt das nicht als Fehlversuch.
Gibt es einen Online-Test?+
Nein. Die Teilnahme ist ausschließlich in Präsenz an einem der angebotenen Testorte möglich.
Gibt es einen Nachteilsausgleich?+
Bei einer Beeinträchtigung, die die Bearbeitung erschwert, kann ein Nachteilsausgleich beantragt werden. Er betrifft nur die Form der Durchführung, nicht die inhaltlichen Anforderungen, und erfordert in der Regel ein aktuelles Gutachten sowie eine fristgerechte Antragstellung. Details und Fristen stehen auf der offiziellen Seite.

Bereit, dich vorzubereiten?

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Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr. Offizielle Informationen: studieneignungstest-psychologie.de